S T A R T S E I T E  •  K O N T A K T  •  I M P R E S S U M  •  D A T E N S C H U T Z E R K L Ä R U N G
zurück
  Bücherecke  
vor
STARTSEITE
LIVE STREAM
TEAM
JOBBÖRSE
PODCAST/MEDIATHEK
KINO
MEDIA DATEN
PINNWAND
SPORT REGIONAL
VR-FREIZEIT
BÖRSE IM VOGTLAND
DATENSCHUTZ
FREQUENZEN
I M P R E S S U M
TITELSUCHE
TITELSUCHE
#
Bücherecke
[Player]
#

Als Polizist in seinem Beruf geschei-tert, schlägt sich Simon Brenner als Privatermittler durch. In Wolf Haas neuem Roman ″Müll″ begleitet die Erzählstimme den Brenner auf die Müllkippe, in Wien Mistplatz genannt. Denn mit der Privatermittlung läuft es nicht gut. Und so hat Brenner als Mistler angeheuert, wie die Müllmit-arbeiter genannt werden.
Auf einem der Wiener Müll-Plätze herrscht strenge Ordnung, bis eines Tages in der Sperrmüllwanne ein menschliches Knie gefunden wird. Schnell tauchen in anderen Wannen weitere Leichenteile auf, die entge-gen der Mistplatzordnung und zum großen Leidwesen der Müllmänner allesamt nicht korrekt eingeworfen wurden. Nur vom Herz des zerlegten Toten fehlt jede Spur. Die Kripo weiß nicht weiter. Zum Glück ist unter den Müllmännern ein Ex-Kollege, der nicht nur das fehlende Herz samt Begleitschreiben findet, sondern auch nie vergessen hat, was man bei Mord bedenken muss. Und damit steckt Simon Brenner nicht nur in einem neuen Fall, sondern auch bis zum Hals in Schwierigkeiten.

#

Bis zu diesem Tag war ich die Frau im Hintergrund, so Romanheldin Ruth. Ziemlich zufrieden verheiratet mit einem prominenten Schauspieler. Doch ein vergessenes Foto stellt mein lauwarmes Leben infrage und rüttelt die Zweifel wach, die ich zu lange verdrängt habe: Was ist damals am Abend meiner Hochzeit wirklich geschehen? Ist meine Schwester eine Verräterin, oder ist mein Mann nicht der, der er zu sein vorgibt? Will ich vielleicht lieber mit einer Lüge weiterleben als ohne ihn? Heute werde ich einundfünfzig. End-lich alt genug, um mein Leben neu zu beginnen. Worauf noch warten? Wer bin ich und wo will ich hin, wenn ich mir von niemandem mehr sagen lasse, wo es langgeht? Ruth flieht mit dem Foto, dass den Verrat beweist und ihrem viel zu großen Hund in die alte Villa der Großeltern. Dort trifft sie nach Jahren des Schweigens auf ihre Schwester, erkennt die Lüge, die sie entzweit, und das Verbrechen, das ihr Leben bestimmt hat. Ruth tritt aus dem Schatten ihrer Vergangen-heit. Und das Ende ist eigentlich erst der Anfang...

#

Im Mittelpunkt des Romans stehen die Geschwister Popper: Serge ist so etwas wie ein verkrachtes Genie und Jean, der Vermittler und Ich-Erzähler, und Nana, die verwöhnte Jüngste mit dem unpassenden spanischen Mann. Eine jüdische Familie.
Nach dem Tod der Mutter entfremdet man sich immer mehr. Zu ihren Leb-zeiten hat keiner die alte Frau nach der Shoah und ihren ungarischen Vorfahren gefragt. Jetzt schlägt Serges Tochter Joséphine einen Besuch in Auschwitz vor. Virtuos hält Reza das Gleichgewicht zwischen Komik und Tragik, wenn bei der touristischen Besichtigung die Temperamente aufeinanderprallen. Hinter den messerscharfen Dialogen ist es gerade die existentielle Hilf-losigkeit dieser Menschen, die be-rührt. Und dabei ist der Roman der Französin Yasmina Reza zwar tragisch und hat ein ernstes Thema, aber das Buch ist auch teilweise so komisch, dass man beim Lesen immer wieder schmunzeln muss. Und dieses Kunststück muss man erst einmal hinkriegen.

#

Sie hat eine Vorliebe für Whiskey-Cocktails und alte Sozialdemokratinnen, hat schlechte Backenzähne, Geldprobleme und ein Talent für den Umgang mit Holz: Iglhaut, die im Hinterhof eines Münchner Mietshauses ihre Werkstatt unterhält. Die freiheitsliebende Iglhaut, die sich immer wieder – ohne eigenes Zutun und definitiv gegen ihren Willen – in nachbarschaftliche Angelegenheiten verstrickt.
Katharina Adlers Romanfigur Iglhaut ist eine Heldin nach Art alter Götter. Aus dem Holz für verlässliche Beziehungen ist sie nicht gemacht, weder in der Liebe noch im Geschäft. Auch ihre Laune: so wandelbar wie das Wetter. Dabei will sie eigentlich nur ihre Ruhe, Ruhe für sich, die Hündin und ihre Arbeit. Doch dann steht da plötzlich eine alte, komplizierte Liebe, drängen immer mehr Anwohner und ihre Geschichten – cholerisch, komisch, ungebeten – in diesen zutiefst menschlichen Roman. Einen Roman, der das Leben feiert, ohne die Augen zu verschließen vor dem, was ist.

#

Fred ist eine erfahrene und ehr-geizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommer-residenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwi-schen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freund-schaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee. Als nach sechs Wochen im Amt der Tag der Deut-schen Einheit ansteht, geht es vor allem darum, die beliebten „Einheitswürste“ bei einem deut-schen Schlachter zu bestellen. Doch der ruhige Posten entpuppt sich bald als Minenfeld, als die Tochter der Herausgeberin eines der einfluss-reichsten Nachrichtenmagazine Deutschlands offenbar ausgerechnet in Uruguay entführt wurde. Der kleinste Fehler könnte zum Verhäng-nis werden und die Ereignisse bringen Freds Karriere ins Wanken.


Die Hauptfigur ist zwölf Jahre alt und wir tauchen als Leser ein in eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen.
Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter am Esstisch führen. Aber er bleibt Zuschauer. Immer häufiger flüchtet er sich in die Welt der Phantasie.
Dieser Junge, den der Autor als fernen Bruder seiner selbst betrachtet, erzählt uns sein Leben und entdeckt dabei den eigenen Blick auf die Welt. Wenn sich der dreiundsiebzigjährige Edgar Selge gelegentlich selbst einschaltet, wird klar: Die Schatten der Kriegsgeneration reichen bis in die Gegenwart hinein.

#

Kann eine alles erschütternde Ka-tastrophe die Menschen einen? Das ist eine Frage, der wir uns in der momentan angespannten Weltlage immer wieder stellen.
Orhan Pamuk nimmt uns mit ins osmanische Reich, auf die fiktive Insel Minger. Die Insel ist ein belieb-tes Ziel für Pilgernde und in strate-gischer Reichweite zu Istanbul und Griechenland, ist berühmt für sein Rosenöl und Kosmetikprodukte, leicht verschlafen und doch zentraler Bestandteil des Welthandels. Durch seine vorteilhafte Lage ist Minger ein Schmelztiegel der Kulturen. Hier leben Arme und Reiche, Muslime und Christen, Türken und Griechen. Als auf Minger die Pest ausbricht, be-schuldigen sich Muslime und Christen gegenseitig. Schließlich las-sen der Sultan Abdülhamit II. sowie England und Frankreich die Insel mit Kriegsschiffen blockieren, um die weitere Ausbreitung der Pest zu verhindern und die Menschen auf Minger sind auf sich allein gestellt...
Orhan Pamuks neues Buch ist ein großer historischer Roman...

#

Fünf Jahre nach dem tragischen Unfalltod ihrer großen Liebe Scott kehrt Kenna an den Ort des Geschehens zurück. Ihr einziger Wunsch: endlich ihre vierjährige Tochter Diem, die bei Scotts Eltern lebt, in die Arme zu schließen. Gleich am ersten Abend trifft sie auf Ledger, der erste Mann, zu dem sie sich seit Scotts Tod hingezogen fühlt – und er sich umgekehrt auch zu ihr. Doch dann stellt sich heraus, dass Ledger Scotts engster Freund seit Kindertagen war. Und dass er geschworen hat, dass die ihm unbekannte Mutter, die Schuldige am Tod seines Freundes, niemals eine Rolle in Diems Leben spielen wird …
Ein Roman über die Unmöglichkeit des Verzeihens und die Liebe, die es dennoch versucht.
„Für immer ein Teil von Dir“ ist kein Roman für nebenher, sondern er berührt tief die Seele und regt zum Nachdenken an. Wie würde man selbst handeln? Gibt es ein Gut oder Böse? Oder tragen wir immer beides in uns? Lesen Sie selbst!

#

Auf einer nebeligen, sturmge-peitschten Insel vor der Westküste Schwedens hat sich der charisma-tische Franz Oswald, Anführer der Bewegung Via Terra, mit seinen Anhängern in einem herrschaftlichen Anwesen niedergelassen. Die Studentin Sofia Bauman ist fasziniert von dem Mann, den sie auf einem Vortrag über gesundes Leben ken-nenlernt und dem sie aus Abenteuer-lust und ein bisschen Naivität an den geheimnisumwitterten Ort der Sekte folgt. Als er ihr einen Job anbietet, fällt es ihr leicht alles hinter sich zu lassen. Anfangs sieht die neue Auf-gabe als Bibliothekarin auch nach einer echten Chance aus, etwas Gutes und Sinnvolles zu tun. Doch Oswald entpuppt sich als sadisti-scher Psychopath, der Sofia zu seinem Spielzeug machen will. Sie muss fliehen, aber sie ist längst in einem dunklen Netz aus Abhängig-keit, Liebe und Gewalt gefangen…Das Buch sorgt wegen seiner Authentizität bei Lesern und Kritikern für großes Aufsehen...

#

Andrea Mitchell weiß alles über ihre Mutter. Sie ist überzeugt, dass keine Geheimnisse zwischen ihnen stehen. Bis ein Besuch im Einkaufszentrum in einer brutalen Attacke endet, bei der ihre Mutter Laura ins Visier gerät. Andrea erlebt das Entsetzlichste. Einen Amoklauf. Was sie noch mehr schockiert: Ihre Mutter Laura entreißt dem Angreifer ein Messer und ersticht ihn...Plötzlich lernt Andrea eine Seite von ihr kennen, die nichts mit dem ruhigen, gutmütigen Charakter der Frau gemein hat, die sie aufgezogen hat. Auf der Suche nach einer Antwort folgt Andrea verzweifelt den Spuren in die Vergangenheit. Denn sie muss die verborgene Identität ihrer Mutter ans Licht bringen. Sonst kann es für keine von ihnen eine Zukunft geben. Mutter. Heldin. Lügnerin. Mörderin? Laura weiß, dass sie verfolgt wird. Und dass ihre Tochter Andrea in Lebensgefahr ist…
Wenn Sie spannende Krimis lieben, dann werden Sie „Ein Teil von ihr“ nicht mehr weglegen können.

#

„Wir sagten „Vati“. Er wollte es so. Er meinte, es klinge modern.“ Das ist ein Zitat aus dem Buch „Vati“ von Monika Helfer.
„Vati“ ist ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Von dem vielen Platz und der Bibliothek im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, von der Armut und den be-engten Lebensverhältnissen. Von dem, was sie weiß über ihren Vater, was sie über ihn in Erfahrung bringen kann. Mit großer Wahrhaftigkeit ent-steht ein Roman über das Aufwachs-en in schwierigen Verhältnissen, eine Suche nach der eigenen Herkunft. Ein Erinnerungsbuch, das sanft von Existenziellem berichtet und schmerzhaft im Erinnern bleibt.
„Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut gewor-den.“
Monika Helfer schreibt fort, was sie mit ihrem Bestseller „Die Bagage“ begonnen hat: ihre eigene Familiengeschichte.